PTK


Wofür die drei Buchstaben ursprünglich stehen, ist nicht überliefert.
Wofür der Künstler dahinter steht, ist aber schnell ausgemacht:
Widerstand. Rebellion. Antihaltung.
Allerdings niemals ohne Grund!
PTK findet Argumente, die auf Erfahrungen basieren und erklärt so seine Sicht der Dinge.

Geboren in einem Krankenhaus mitten in Berlin-Kreuzberg wuchs er von Anfang an zwischen den verschiedensten Kulturen auf, wie es wahrscheinlich an keinem anderen Ort möglich ist.
Die Eltern, ehemalige Hausbesetzer, die der Freunde Gastarbeiter. Konfrontiert mit den sozialen Missständen bis hin zu gesellschaftlichen Problemen innerhalb des Bezirks, entwickelte PTK schnell ein reflektiertes Bewusstsein über seine tägliche Realität.

So erschien über das Label BombenProdukt 2010 seine erste EP “Keine heile Welt” und 2013 dann sein erstes Album “Typisch deutsch”. Auf beiden Releases thematisiert er, in seinen stets autobiografischen und sehr persönlichen Texten, die Suche nach der eigenen Identität (“Deutscher als du glaubst”), die verschiedensten Formen sozialer Ungerechtigkeit und seine Ablehnung gegenüber den herrschenden Verhältnissen (“ProtesTmusiK”, “Pöbel tötet König”). Schnell mag man ihn in die Schublade des politischen Raps stecken, doch im Gegensatz zu anderen Künstlern dieser Sparte folgt er keiner angelesenen Ideologie.

Vielmehr hat er seine eigenen Vorstellungen von Werten, Idealen und Moral.
Seine Glaubwürdigkeit unterstreicht er dabei durch seinen Aktivismus fernab der Musik.
Denn wenn er beispielsweise über Gentrifizierung spricht (“ANTI TURISTA”), dann weil er selbst betroffen und in diesem Bereich engagiert ist. Er gibt verschiedene Workshops für Kinder und Jugendliche und ist außerdem Mitglied der Antinational Embassy, einem Bandprojekt, das in der von Flüchtlingen besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin gegründet wurde.

Seinem Soundbild zwischen Melancholie und Aggression auf meist düsteren, atmosphärischen Beats blieb er auch 2014 mit seiner zweiten EP “Den Umständen widersprechend” treu. Auf Tracks wie “Keiner der Gefangenen” oder “Allein gegen die Welt” macht er sich frei von sämtlichen gesellschaftlichen Zwängen und erklärt dem unersättlichen Konsumwahn den Krieg.

Das immer wiederkehrenden Element in seiner Musik ist Unzufriedenheit.
Und solange sich Wut in ihm aufbaut, darf weiter mit neuem Output gerechnet werden.
Derzeit arbeitet PTK an seinem zweiten Album, welches 2016 erscheinen soll.